Die schwäbischen Pronomen

D schwäbische Pronoma 


Die Pronomen wurden bisher nirgends in der schwäbischen Literatur nirgends behandelt, und ebenso wenig in der germanistischen und Universitätsliteratur. 

Dies ist völlig unerklärlich, zeigt sich doch bei den Pronomen überdeutlich eine völlige Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Schwäbischen gegenüber dem Hochdeutschen. Beide Sprachen kommen zwar vom Althochdeutschen her, haben sich aber ab der mitteldeutschen Zeit in zwei völlig unterschiedliche Richtungen auseinander entwickelt. 


Zum Beispiel die Personalpronomen:

Das Hochdeutsche kennt nur eine einzige Form der Personalpronomen (ich, du, er, ...). 

Das Hochschwäbische dagegen hat zwei vollständig ausgebaute Formen von Personalpronomen entwickelt: Betonte Formen (i, du, är, sui ... usw.) und unbetonte Formen. Diese werden mit dem vorausgehenden Wort, meist ist es ein Verb, enklitisch verschmolzen (-e, -d, -or/r, se ... usw.).

Zum Beispiel die Demonstrativpronomen.

Das Hochdeutsche hat das altdeutsche Demonstrativpronomen zum bestimmten Artikel gemacht (der, die das, gesprochen däa, di, das) und im Mittelalter als Ersatz völlig neue Demonstrativpronomen erfunden (dieser, diese, dieses). 

Das Hochschwäbische dagegen hat das altdeutsche Demonstrativpronomen weiterentwickelt in betonte Formen und in unbetonte Formen. 
Die betonten Formen
 (där, dui, dees) blieben weiterhin Demonstrativpronmen. 
Die unbetonten Formen (dor/dr, d, s) wurden zum bestimmten Artikel.


In der Grammatik Deutsch - Schwäbisch liegt erstmalig eine umfassende Darstellung der schwäbischen Pronomen vor. Sie ist wissenschaftlich fundiert, verzeichnet literarische und mündliche Belege und berücksichtigt die regionalen Aussprachevarianten.

Das Kapitel "Pronomen" im Grammatikbuch umfasst folgende Abschnitte: 

A. Das persönliche Personalpronomen
B. Das unpersönliche Personalpronomen
C. Die Demonstrativpronomen
D. Die Indefinitpronomen
E. Die Fragepronomen
F.  Die Relativpronomen
G. Die Relativpartikel 

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