Schwäbische Grammatik


Gesamtschwäbische Grammatik

Die grammatische Ausprägung des Schwäbischen erfolgte im gesamten schwäbischen Sprachraum gemeinsam, vom Schwarzwaldkamm im Westen bis hin zum Lech im Osten. Diese Grammatik ist das einheitliche Fundament des ganzen schwäbischen Sprachraums.

Schwäbisch ist als Sprache sehr gut darstellbar, einschließlich seiner Grammatik. Zwar wird es meist als Dialekt diskriminiert und abqualifiziert. Es ist aber weit mehr, es ist eine vollwertige Sprache. 

Was regional variiert, ist der Klang der Aussprache; auch können einzelne Orte ein paar andere landwirtschaftliche Wörter haben als ihre Nachbarorte. Das war´s dann aber schon zum Thema: "Dia emm Nachbarort hend fae a ganz andors Schwäbisch wia mir!" Die Grammatik ist überall die gleiche.


Schwäbisch und Oberdeutsch



Die Hauptregel für die schwäbische Grammatik lautet:

Die schwäbische Grammatik steht nicht für sich. Sie ist Teil der
weitgehend gleichen Grammatik des ganzen oberdeutschen Sprachraums.



Der so genannte oberdeutsche Sprachraum hat eine gemeinsame Sprachgeschichte. Das Schwäbische teilt deshalb viele Elemente seiner Grammatik bis heute mit dem Alemannischen und mit dem Bairischen. durch seine gemeinsame Geschichte eine ganze Reihe gemeinsamer grammatikalischer Elemente, die sich bis heute in allen seinen Nachfolgesprachen durchgehalten haben. 

Überraschende Erkenntnisse zu schwäbisch-bairischen Gemeinsamkeiten ergaben sich durch insbesondere durch Vergleiche mit Ludwig Merkle, Bairische Grammatik.


Hinweise zu den Homepageseiten über die Grammatik

Die Angaben zur Grammatik des Hochdeutschen beruhen auf dem Duden Band 4: "Duden – Die Grammatik".

Die Angaben zur Grammatik des Hochschwäbischen sind durch zahllose Nachweise und Anmerkungen belegt. Diese finden sich in meinem Buch „Schwäbisch Band 2. Die Grammatik Deutsch-Schwäbisch“. In älteren wie jüngeren Schwäbisch-Büchern trifft man leider nur auf wenige kurze und vereinzelte Beobachtungen zur Grammatik. Zu finden sind solche vereinzelten Beobachtungen zum Beispiel in Friedrich E. Vogt, Schwäbisch in Laut und Schrift; Eduard Huber, Schwäbisch für Schwaben und Eduard Groner, Gschriebå wiå gschwätzt. Einzig Ludwig Theodor Knauß, Versuch einer schwäbischen Grammatik, bietet etwas mehr Material. 

Viele grammatische Regeln des Schwäbischen können belegt werden als Fortführungen aus dem Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen. Diese sprachlichen Vorstufen sind in den universitätsgermanistischen Standardwerken von Braune/Heidermanns, Althochdeutsche Grammatik und von Hermann Paul, Mittelhochdeutsche Grammatik ausführlich dargestellt.


Stand 0526